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AnwendungenSchweißen von Kunststoffen mit HandschweißextrudernDas Schweißen von thermoplastischen Kunststoffen hat in der industriellen und handwerklichen Produktion heute einen ähnlichen Stellenwert wie das Schweißen von Metallen. Das Warmgas-Extruderschweißen ist ein teilme-chanisches Verfahren zum Verschweißen von Folien bis hin zu dickwandigen Werkstücken aus thermoplastischen Kunststoffen. Die Qualität der Schweißverbindung hängt ab vom fachlichen und hand-werklichen Können des Schweißers sowie vom verwendeten Kunststoff-Handschweißextruder. In Abhängigkeit der Schweißnahtdicke und des verwendeten Schweißma-tierials wird vom Schweißer am Handschweißextruder die Ausstoßmenge, die Vorwärmtemperatur und die Temperatur des Schweißzusatzes einge-stellt. Über die Schweißgeschwindigkeit und den Anpressdruck des Schweißschuhes an die Fügeteile bestimmt der Schweißer die Qualität der Schweißnaht. Um optimale Schweißergebnisse zu erzielen, empfehlen wir die einschlä-gigen Richtlinien des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik zu beach-ten bzw. einen Lehrgang nach DVS zu besuchen. Funktionsprinzip des HandschweißextrudersAngetrieben von einem Elektromotor (1) wird der Schweißdraht (2) durch den Drahteinzug (3) in den Extruder (4) gezogen. Die Extruderschnecke granuliert den Schweißdraht und drückt ihn in die Schmelzkammer (5). Er wird dort zu einer homogenen Masse aufgeschmolzen und tritt aus der Extruderdüse aus. Parallel zu diesem Verfahrensvorgang tritt Warmluft aus der Vorwärmdüse (6) und bringt die Fügeteile auf Schweißtemperatur. Auf die erwärmten Fügeteile wird der plastifizierte Schweißzusatz gepresst und vom Schweißschuh (7) zu einer Schweißnaht geformt. Beim Handschweißextruder erfolgt die Luftversorgung für das Warmgasgerät (8) durch einen separaten Verdichter oder durch ein integriertes Gebläse.
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